Über uns
Über Veronika Schröter
Veronika Schröter ist die führende Expertin im deutschsprachigen Raum für das Messie-Syndrom und dem pathologischen Horten. Mit über 25 Jahren Erfahrung in der Arbeit mit Betroffenen sowie in der Schulung von Fachkräften entwickelte sie die identitätsbildende, integrative Messie-Therapie, die neue Maßstäbe in Diagnostik und Behandlung setzt.
Als Initiatorin der wissenschaftlichen Studie in Kooperation mit der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg leistete sie den entscheidenden Beitrag, so dass „Pathologisches Horten“ 2022 von der WHO als eigenständiges Krankheitsbild in die ICD-11 aufgenommen wurde.
Neben ihrer Tätigkeit als Geschäftsleiterin des Messie-Kompetenz-Zentrums® ist sie Psychotherapeutin, systemische Therapeutin, Heilpraktikerin für Psychotherapie sowie zertifizierter Coach. Ihre Arbeit vereint tiefenpsychologische, gestalttherapeutische und systemische Ansätze – stets mit dem Ziel, Betroffenen echte Hilfe zu ermöglichen, Fachkräften ein neues Verständnis im Umgang mit der Messie-Thematik zu eröffnen und spezifisch zu schulen.
- Geschäftsleiterin des Messie-Kompetenz-Zentrum® in Stuttgart
- Messie-Expertin, Heilpraktikerin Psychotherapie
- über 25 Jahre Erfahrung in der Arbeit mit Betroffenen
- seit 18 Jahren forschend an der Messie-Symptomatik
- Gestalttherapeutin (Hildegund Heinl)
- Systemische Therapeutin
- Hypnotherapie (Milton-Erickson-Institut Heidelberg)
- zertifizierter Coach (Steinbeis-Hochschule Berlin)
26 Jahre, das war kein Jahr zu viel. Geschaffen wurde ein umfassendes und klares Konzept zur Unterstützung von Fachkräften und Einrichtungen im Umgang mit der Messie-Symptomatik und um damit diese Menschen zurück zur Würde zu führen!
Wenn Sie mehr erfahren möchten, über Veronika Schröters Lebensweg und woher ihre Energie und Motivation für ihr Herzensthema der Messie-Symptomatik stammt, finden Sie hier eine umfangreiche Beschreibung ihrer Entwicklung:
Zurück zur Würde
Ausgangspunkt war der Kontakt mit Betroffenen bereits vor über 25 Jahren. Seither widme ich mich diesem Herzensthema: Ein echtes Hilfsangebot für, von dem Messie-Syndrom betroffene, Menschen schaffen.
Mittlerweile habe ich nach Überwindung einiger Hürden, das Krankheitsbild „pathologisches Horten“ von der WHO anerkennen lassen und ein eigenständiges Therapiekonzept entwickelt. Die identitätsbildende integrative Messie-Therapie. Dieses Konzept hilft Fachkollegen in der Psychotherapie, sozialen Arbeit, Sozialpädagogik, Heilerziehungspflege, Heimpädagogik und Berufsbetreuung, eine neue Sichtweise auf das Krankheitsbild zu entwickeln zu können und zielführend auf Betroffene eingehen zu können.
Meine Laufbahn begann in der Pflege, (mit einem besonderen Zugang bei der ambulanten Unterstützung) zur ambulanten Unterstützung. „Dort durften Menschen in ihrem eigenen Reich sein“.
Schon frühzeitig sind mir zwei verschiedene Ausprägungen bei Menschen aufgefallen, die übermäßig viele Dinge in ihren Wohnungen sammelten und horteten.
Einmal die Wohnräume, die zwar zugestellt, aber sauber waren. Zum anderen Haushalte, die teils nach Schimmel rochen und mit Ungeziefer behaftet waren und die Menschen darin, die scheinbar nicht mehr in der Lage waren, sich um sich selbst zu kümmern. Immer wieder gab es aufgrund der hygienischen Zustände Konflikte zwischen Betroffenen und Personal.
„Eine Welt der Dinge“ – über die sich eine Identifikation bildet, über die man sich bemerkbar macht, wie mir später klar wurde.
Bei dem Versuch Ordnung zu schaffen, aus dem Bedürfnis heraus, diesen Menschen zu helfen, stieß ich immer wieder an meine Grenzen und ging weit über meine Stellenbeschreibung hinaus.
Das Personal reagierte hilflos und leitete nicht selten Zwangsmaßnahmen ein, was wiederum eine gestörte Beziehung zwischen Pflegepersonal und den Betroffenen zur Folge hatte.
Diese Erfahrungen wiederholten sich auch in den nächsten beruflichen Stationen, sei es im stationären Setting in leitender Funktion, oder auch später im Jugendamt.
Ich verspürte zu diesen betroffenen Menschen jedoch eine besondere Verbindung, gerade auch durch ihr häufig sehr freundliches, kreatives und gebildetes Wesen. Menschen, die oft auch hohe Stellungen innehatten und tief gestürzt sind.
Mit dieser Motivation ließ ich mich zur Psychotherapeutin ausbilden. Doch auch in der Psychotherapie gab es nur Antworten bezüglich des Messie-Syndroms, die im Widerspruch zu meinen Erfahrungen und Erkenntnissen standen, es wurde von Sucht und Zwang geredet.
Auch in der folgenden Tätigkeit in einer psychoanalytischen Klinik traf ich auf Patienten mit ausgeprägten Messie-Symptomen, wobei meine angebotenen Strukturierungshilfen zunächst ohne Erfolg blieben.
Aufgrund des Scheiterns der konventionellen Therapieansätze, begann ich nach geeigneten Methoden und Erkenntniswegen zu suchen, die mich in meiner Arbeit mit Betroffenen des Messie-Syndroms unterstützen sollten. Ich erlernte umfangreiche alternative Behandlungskonzepte. Unter anderen die Gestalttherapie nach Hildegund Heinl, systemische Therapie, NLP und Hypnotherapie nach Milton Erickson. Auch eine Coaching Ausbildung an der Steinbeis Hochschule Berlin folgte.
Mit einer besonderen Patientenerfahrung änderte sich mein Berufsweg nochmals abrupt. In der psychoanalytischen Klinik nahm ich mich dem Schicksal einer betroffenen Patientin an. Als meine Ansätze und Hilfsangebote scheiterten und der Chefarzt die Patientin letztendlich entließ, erlebte ich dies als ein unglaubliches Scheitern von Seiten der therapeutischen, pflegerischer und sozialpädagogischer Welt. Es war mir ein großes Anliegen, der Patientin folgende zwei Dinge zu sagen:
- Ich bedankte mich für die Einladung, an ihrer Geschichte teil zu nehmen und sprach eine tiefe Achtung vor ihrem traumatischen Lebensweg aus.
- Die tiefe Betroffenheit und Enttäuschung, die ich verspürte, ihr nicht die adäquate Hilfe gegeben haben zu können. Das sämtliche Therapieangebote zuletzt nichts verändert haben.
Daraufhin wurde mir erstmals Einlass in das zugestellte Zimmer gewährt. Ich spürte eine geballte Ladung an Lebensenergie, die nicht aus diesem Raum herausfließen konnte. Etliche wiedergespiegelte Emotionen dieser Frau, verpackt in gehortete Dinge.
Ich versprach ihr, mich dem Thema persönlich anzunehmen und reichte am Tag darauf die Kündigung ein, um mich selbstständig zu machen.
Auf Grundlage meiner Erfahrungen mit den verschiedenen Therapieansätzen und den bisher gesammelten Erkenntnissen entstand mein eigenes Therapiekonzept.
Im Jahr 2001 gründete ich meine eigene Praxis als Messie-Expertin. Aufgrund der großen Resonanz und überzeugender Therapieerfolge begann ich, parallel dazu, im gesamten deutschsprachigen Raum über öffentliche Vorträge und Fort/-Weiterbildungen auf das Thema aufmerksam zu machen und Fachpersonal die Möglichkeit zu geben, der Messie-Thematik in neuer Weise begegnen zu können.
Die Intention ist vor allem, den professionellen Umgang der Helfer mit dem Messie- Symptom und den Betroffenen voranzutreiben.
Unter dem Aufruf „Im Chaos werden Rosen wachsen“, erforschte ich innerhalb von acht Jahren, zunächst amateurhaft, mit betroffenen Menschen die Hintergründe.
Bei der Uni Freiburg wurde mir, aufgrund der gesammelten Erkenntnisse, Unterstützung für eine offizielle Studie zur Messie-Symptomatik gewährt.
Ergebnis: Es handelt sich beim pathologischen Horten weder um eine Sucht noch um einen Zwang. Sondern um eine Bindungs-/Traumafolgestörung.
Seit 2022 ist das neue Krankheitsbild Pathologisches Horten in der ICD-11, einem internationalen Klassifikationssystem für medizinische Diagnosen, durch die WHO aufgenommen. Damit wurden Anerkennung und Abrechnung über die Krankenkassen möglich.
Das Messie-Kompetenz-Zentrum hat seit 2016 seinen Sitz in Stuttgart. Um dem Anspruch gerecht Ihrem Wissen teilhaben zu dürfen, ist das Kompetenz-Zentrum im gesamten deutschsprachigen Raum tätig.
Dies wird ermöglicht über Vorträge, Fort/-Weiterbildungen, sowie Konzeptentwicklungen und Fachberatung für Einrichtungen. Speziell werden von mir auch Messie-Fachkräfte, zertifiziert nach Veronika Schröter, ausgebildet.